Streit um neue Jagdverordnung in Hessen

Mehrere hessische Umweltverbände haben im Streit über die neue Jagdverordnung gefordert, Feldhase und Rebhuhn nicht zum Abschuss frei zu geben. Tieren, die auf der Roten Liste gefährdeter Arten stehen, helfe man nicht, indem man sie abschieße, meinte der NABU-Landesvorsitzende Eppler dazu letzten Freitag in Wiesbaden. Aber auch bei den Jägern herrscht keine Zufriedenheit. Der Jagdverband in Hessen will gegen die geplante Verordnung des Landes kämpfen.

Naturschutzbund (NABU) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) möchten eine Entrümpelung des hessischen Jagdrechts herbeiführen. In der Wildnis lebende Vögel sollen ihrer Ansicht nach überhaupt nicht mehr gejagt werden. Um die Überpopulationen von Rotwild und Wildschweinen im Griff zu behalten sei man natürlich weiterhin auf Jäger angewiesen. Da sind sich beide Verbände einig. Vögel sollten allerdings generell vom Abschuss verschont bleiben, da für den Tod der Singvögel nicht die Krähe oder der Marder verantwortlich seien, sondern Landwirtschaft und Zersiedelung.

Hessens Landesjagdverband stellte die „Rote Liste” generell in Frage. Die Aussagen der Umweltverbände stützen sich seiner Meinung nach lediglich auf Schätzungen, die beispielsweise beim Rebhuhn „meilenweit” vom tatsächlichen Bestand abweichen würden. Am heutigen Samstag demonstrieren die Jäger in Wiesbaden gegen die neue Verordnung. Dazu werden auch Redner der Landtags-Opposition von SPD und FDP erwartet. Umweltministerin Hinz (Grüne) hatte noch am Mittwoch ihre Verordnung im Landtag als guten Kompromiss verteidigt.

Bildquelle: Huskyherz / pixelio.de

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